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Atemberaubende Kunst des Wakeboardens

Süsel. Wakeboarden und Wakeskaten ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. So manches Mal stockte den Zuschauern gestern Nachmittag der Atem, als die Sportler auf der Wasserski-Anlage in Süsel meterhoch durch die Luft flogen, sich mit ihren Boards drehten, nach wenigen Sekunden landeten und dann auf der Jagd nach den besten Wertungsnoten zum nächsten Sprung ansetzen. Wer am Ende der Schleswig-Holstein-Meisterschaften im Wakeboarden und Wakeskaten in den unterschiedlichen Klassen gewann, stand bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest.

espannt warteten gestern Hunderte Schaulustige am späten Nachmittag auf den Wettkampf in der Königsklasse der Männer. Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt — mit lokalen und bundesweit bekannten Spezialisten. Leroy Ney war nach der Qualifikation auf dem besten Weg, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Kurz bevor er in die Schuhe seines Boards schlüpfte, Helm und Weste festzog und gedanklich hochkonzentriert seinen Lauf plante, hatte er den Sieg als Ziel ausgegeben.

Dafür war er extra aus Salzgitter nach Ostholstein angereist. Der 20-Jährige ist ein Profi auf dem Board und viel unterwegs. An diesem Wochenende startet er nicht nur in Süsel. Am heutigen Sonntag springt er schon wieder in München um Wertungspunkte. Obwohl Leroy Ney erst seit sieben Jahren aktiv ist, zählt er aktuell zu den besten fünf Wakeboardern von bundesweit etwa 2000. „Wir haben eine junge Sportart. Aber unsere Wettbewerbe sind auch im weltweiten Vergleich auf einem sehr hohen Niveau.“, so der Niedersachse vor seinem Ritt über die Wellen und Hindernisse. Bei Wettbewerben wie diesem in Süsel gilt es für ihn, sich ein ums andere Mal neu zu beweisen.

Um sich in der deutschen Spitze zu etablieren, trainiere er täglich nach der Arbeit. Die Faszination seines Sports beschreibt der junge Sportler so: „Es ist jedes Mal wieder der Adrenalin-Kick, wenn ich abspringe und durch die Luft fliege.“ Ob mit den Füßen fest in den Schuhen auf dem Wakeboard oder mit Schuhen lose beim Wakeskaten — alle Teilnehmer mussten die vier Wertungsrichter überzeugen.

Die vergaben bis zu 100 Punkte. Leroy Ney erreichte in der Qualifikation 74 und führte den Wettbewerb an. Gespannt verfolgte er anschließend, wie seine Kontrahenten entweder direkt aus dem Wasser sprangen oder unterschiedlichste Rampen für ihre Einlagen nutzten. Einige verloren in der Luft den Kontakt zum Seil, das die Sportler um die Anlage zog, und stürzten.

Während die Sportler noch um den Sieg kämpften, konnten die Zuschauer am Stand der Lübecker Nachrichten testen, wie es sich als möglicher Champion anfühlt. Mit Boards, bunten Schwimmreifen oder auch Taucherbrillen ließen sie sich fotografieren.

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