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Volle Auftragsbücher und verunsicherte Kunden. Stichtag 30.4.: Umstellung des Sat.-Fernsehens

„Kunden, die mit ihrer Satellitenschüssel noch immer nur analoge TV-Signale empfangen, müssen jetzt handeln“, sagt Radio- und Fernsehtechnikermeister Henning Jansen aus Lübeck.

 

In seinem Schaufenster läuft ein Countdown – bis zum 30. April. Dann wird das analoge Satellitenfernsehen abgeschaltet. Wer bis dahin nicht aufs digitale Fernsehen umgestiegen ist, blickt auf einen schwarzen Bildschirm.

Seit zwei Jahren ist das Ende des analogen Fernsehens besiegelt. Die Sender sparen Kosten für teure Transponder an Satelliten. Künftig reicht deren Bandbreite, die einst ein analoger Sender benötigte, für zehn digitale. Die Zuschauer sehen den Unterschied an der besseren Bildqualität.

In der Werbung wird verstärkt auf das Abschalt-Szenario hingewiesen und mit Hochdruck rüsten Fernsehtechniker Satellitenschüsseln, Empfänger und Anlagen um. Doch noch immer droht vor Ablauf der Frist bundesweit 1,8 Millionen Fernsehzuschauern am 30. April der schwarze Bildschirm.

Die norddeutschen Haushalte sieht Henning Jansen gut gerüstet. „In Schleswig-Holstein schätzen wir die Zahl derer, die noch nicht umgerüstet haben, auf 30.000. Wir haben eine Digitalisierungsquote von 94 Prozent“, sagt Jansen, der Obermeister der Informationstechnikerinnung des Landes ist. Er und seine Kollegen sind mit der Umrüstung gut ausgelastet. Viele Betroffene warten aber bis zuletzt ab – oder sie wissen noch gar nicht, dass ihnen der Blackout droht.

Vor allem ältere Menschen hätten immense Probleme allein beim Differenzieren, was analoges und digitales Fernsehen, was Satelliten-, Antennen- oder Kabel-TV ist.<< Jens Seemann

Dieser Bericht erschien im April-Heft 2012 des Magazin NordHandwerk

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