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Sozial, lokal und mobil: Die neuen Formen der Kundenansprache im Internet

Viele Unternehmen haben eine eigene Internetseite. Doch das alleine reicht nicht mehr. Kunden nutzen vermehrt Smartphones und Tablet-PCs. Dort gelten andere Regeln. Mit drei Kunstgriffen wird der Weg zum mobilen Kunden einfacher.

 

Von Jens Seemann / Christoph Preuß (Euroweb)

 

Unternehmen erreichen junge Kunden immer seltener über klassische Zeitungsanzeigen. Informationen werden über das Internet abgerufen. Einst vom Computer und Laptop aus. Heute sind es Smartphones und Tablet-Computer.

Von überall und zu jeder Zeit werden Informationen abgefragt – auch die über Handwerker. Kunden blicken kaum mehr in ein Branchenbuch, sondern nutzen Suchmaschinen. Binnen Sekunden wissen sie, wo sich im Ort ein Tischler befindet. Wer dann bei Google nicht gefunden wird, nimmt an diesem Wettbewerb nicht teil.

Doch wie wird man besser gefunden? Die Kundenansprache im Internet lässt sich auf drei Bereiche beschränken und mit SoLoMo abkürzen: sozial, lokal und mobil.

1. Einen roten Pin sichern

Ganz wichtig ist der lokale Aspekt. Jede fünfte Suchanfrage in der Suchmaschine Google hat einen Ortsbezug – auf mobilen Endgeräten sogar jede dritte. Der Kunde geht also mobil auf die Suche nach lokalen Anbietern. Einfacher gefunden werden die Unternehmen, die zusätzlich ein kostenloses „Google Places“-Profil einrichten. Das ist quasi ein kostenloser Branchenbucheintrag des Suchmaschinenbetreibers. Einmal eingerichtet wird der Geschäftsstandort auf der Karte mit einem roten Pin markiert.

Zusätzlich können Kunden dort auch Empfehlungen abgeben. Betriebe ihrerseits können einen lebendigen Kundendialog pflegen. Im besten Fall empfehlen die Kunden auf diesem Weg das Unternehmen weiter. Das schafft Vertrauen bei anderen Interessenten. Studien belegen, dass Empfehlungen im Internet ähnlich hohen Einfluss auf Kaufentscheidungen haben, wie persönliche Empfehlungen. Zusätzlich lässt sich das Profil mit eigenen Fotos und Logo erweitern.

2. Online-Anzeige mit 100 Zeichen

Der googelnde Kunde findet regionale Anbieter und wird deren Internetseiten vergleichen. Um noch besser gefunden zu werden und Aufmerksamkeit zu erregen, bietet die Suchmaschine Google mit seinen „Adwords“ eine weitere Ergänzung. Die kleinen Anzeigen bieten Platz für eine Botschaft aus knapp 100 Zeichen und können nach Wunsch regional begrenzt werden – bezahlt wird nur, wenn geklickt und so auf die eigene Website umgeleitet wird.

3. Mobile Webseiten einrichten

Auf der Webseite angekommen, erwarten die Kunden eine einfache Bedienung. Auf Smartphones oder Tablet-Bildschirmen wirken herkömmliche Seiten wenig einladend. Texte werden unleserlich. Bilder sind nicht zu erkennen. Nutzer haben es dann schwer, sich zu orientieren. Zusätzlich ist die Datenmenge unnötig groß. Das strapaziert Geduld und Datenbudgets. Ein mobiler Anwender wird den Vorgang abbrechen, bevor er die Internetseite sieht. Alte Webseiten sollten deshalb für die mobile Nutzung optimiert werden.

Mobile Webseiten haben optimale Ladezeiten – sind also nutzerfreundlich. Praktische Anruf-Schaltflächen können integriert werden. Der Kunde tippt einmal auf sein Telefon-Display und wird mit den Mitarbeitern des Betriebs verbunden.

Anders als bei einer App garantieren Unternehmer mit einer mobilen Website eine optimale Darstellung auf jedem internetfähigen Endgerät. Damit erreichen Unternehmer eine maximale Reichweite ihres mobilen Angebots. Solche Seiten können kostengünstig erweitert, aktualisiert und umgestaltet werden. Vereinzelt bieten Agenturen auch schon Responsive Webdesign an. Solche Internetseiten sind so programmiert, dass sie sich automatisch den Anforderungen des Endgerätes anpassen.

 

Erschienen in der Oktober-Ausgabe des Magazin NordHandwerk

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