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Gut Hasselburg: Buh-Rufe und große Kunst

Hasselburg. Das Schleswig-Holstein Musik Festvival bietet seit Jahren sowohl großen als auch weniger bekannten Künstlern eine Bühne. Viele Gäste wollen Kunst an besonderen Orten erleben und kommen , um talentierte Nachwuchskünstler zu sehen. Gut 800 waren es am Samstag auf dem Kultur Gut Hasselburg in Ostholstein. Für viele endete der Abend mit einer großen Enttäuschung. Fassungslos und enttäuscht verließen gut 400 von ihnen die Scheune während des Vorprogramms.

„Uns wurde ein lustiger Abend versprochen. Bisher waren die Programme des Festivals auch immer toll. Aber das war nichts“, sagte Boris von der Lippe, der eigens aus Hamburg angereist war. Wie er kamen Reisegruppen aus ganz Deutschland , um das Festival auf dem Lande zu erleben. Frühzeitig gingen auch Norbert und Beate Gall – die regelmäßige Gäste der Festivals sind. Beide hatten sich auf einen amüsanten Abend auf dem Gut gefreut, dass sie während der Umbauten entdeckt hatten. Das Festival nahmen beiden zum Anlaß, sich das renovierte Gut anzusehen. Bevor das Licht erlosch und die Show startete, schwärmten beide von der besonderen Atmosphäre der großen Konzertscheune.

Doch dann erlebten sie  Nachwuchskünstler, denen es an Format und Können fehlte. Carolin Sophie Schumann wollte ihr Publikum mit Artistik und Jonglage in eine Märchenwelt entführen. Doch die fast einstündige Show wirkte wenig ausgereift – zahlreiche Fehler reihten sich aneinander.

Und auch die Cellistin Krischa Weber wusste gemeinsam mit ihren Tänzerinnen Susanne Holl und Mariana Madeira Humann überhaupt nicht zu überzeigen. Das Vorlesen von zuvor verteilten Fragebögen schien kein Ende zu nehmen, während die Cellistin krampfhaft ihr Instrument quälte. Selbst als Zuschauer schon lautstark “Aufhören” forderten und die Scheune verließen, ließen sich die Künstlerinnen nicht beirren.

„Das hatte auch ich mir schlichtweg anders vorgestellt“, sagte Wiebke Schwarz , künstlerische Leiterin des Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals. „Ich wollte gerne Tanz und bin jetzt beschämt“, sagte sie in der Pause.

Glücklich zeigte sie sich, als sich die Scheune dann doch noch wieder füllte. Auf der Bühne entschädigten das Berliner GlasBlasSing Quintett das Publikum.  Mit Flaschen  können sie virtuos eine ganze Band ersetzen. Und auch die Liedtexte ihres Programms „Menschen, Flaschen, Sensationen“ brachten das Publikum zum Lachen.

 

Das GlasBlasSing Quintett aus Berlin live auf dem Kultur Gut Hasselburg

 

 

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