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Nachwuchs für den Zukunftsmarkt Erneuerbare Energien

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Eine Verbindung aus fachlichem und betriebswirtschaftlichen Wissen schafft der neu entwickelte Studiengang „Technik und Management Erneuerbare Energien“ an der Berufsakademie Hamburg.

Unbestritten sind die erneuerbaren Energien wichtigster Baustein der Energiewende und ein Job-Motor für das Handwerk. Diese Ansicht teilen auch die Verantwortlichen der Hamburger Firma Vorwald und Sohn. Das Unternehmen aus dem Bereich SHK rechnet mit einer steigenden Nachfrage und damit wachsenden Anforderungen an die Fachkräfte. Die Experten fehlten, bis sich der Abiturient Tobias Schubert bewarb. Er könnte künftig eine wichtige Rolle spielen.

In den vergangenen Jahren war es immer schwieriger geworden, qualifizierte Jugendliche zu finden. Umso erfreuter waren die Verantwortlichen über Schuberts Eigeninitiative. Er bewarb sich und plante parallel ein Studium im Bereich „Technik und Management Erneuerbare Energien“ (TMEE) an der Berufsakademie Hamburg (BAH) im Elbcampus, das seit Oktober 2011 angeboten wird. Damit reagiert die BAH auf die künftige Nachfrage gut ausgebildeter Fachkräfte im Bereich der erneuerbaren Energien. „Das fachliche Wissen ist das eine. Künftig wird es ­wichtig sein, auch in den Bereichen Wirtschaftlichkeit und Beratung gut aufgestellt zu sein. Betriebe, die solch ein Studium unterstützen, sind noch attraktiver für Bewerber“, sagt Joachim von Kiedrowski, Initiator des Studiengangs an der BAH.

Der Studiengang ist dual ausgerichtet, sein Profil interessant für Vorwald und Sohn – ebenso wie für Tobias Schubert. Beide Seiten schlossen eine Kooperation und gemeinsam mit 20 Kommilitonen studiert Schubert seither TMEE.

Nach vier Jahren haben jungen Handwerker nicht nur ihren Gesellenbrief als Anlagenmechaniker, Elektrotechniker, Tischler, Dachdecker, Schornsteinfeger oder Zimmerer in der Tasche. Sie tragen dann auch den akademischen Grad ­Bachelor.

Das Studium wurde von der BAH bewusst auf vier Jahre angelegt, um die Fehlzeiten der Studenten im Unternehmen zu minimieren. Da diese auch zur Berufsschule müssen, finden die Vorlesungen überwiegend am Freitag und Samstag und blockweise in den Schulferien statt. „Mit rund 55 Stunden pro Woche ist das ein enormes Pensum“, sagt Tobias Schubert, der sich auch für ein Fachhochschulstudium hätte entscheiden können. Doch dort fehlte ihm der praktische Bezug. Bei TMEE fand er für sich die beste Kombination aus Technik und Betriebswirtschaft. Fachlich dreht sich alles um die Gebäudetechnik. Genau dieses Wissen benötigt seine Firma. „Wir hoffen, er kann nach seinem Abschluss neue Akzente im Unternehmen setzen“, sagt Thorsten Peters von Vorwald und Sohn.

Weitere Infos:
www.bah.de

„Das fachliche Wissen ist das eine. Künftig wird es wichtig sein, auch in den Bereichen Wirtschaftlichkeit und Beratung gut aufgestellt zu sein.“
Dr. Joachim von Kiedrowski, Berufsakademie Hamburg

Erschienen im Magazin NordHandwerk: Ausgabe März 2012

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